3-Gang-Menue

ab CHF 88.- im Kachelofastübli

Gerd Reber im Gespräch

Seit über 20 Jahren verwöhnt Gerd Reber Hotelgäste und Auswärtige im Waldhotel National Arosa mit hochstehender Sterneküche. So wird das Kachelofa-Stübli von Gault Millau mit hohen16 Punkten bewertet. Dabei bleibt Gerd Reber seiner Professionalität und den Qualitätsansprüchen treu. Dies zeigt auch die Verbundenheit zu jahrelangen Stammgästen. Es ist die Konstanz der Punkte-Küche in Zusammenhang mit neuen Trends, die den Erfolg garantieren. Ein Trend, sich nach den Festtagen zu mässigen ist nicht neu, wird aber aktuell konsequenter gelebt. Auch dies ist ein Grund für ein neues Angebot im Kachelofastübli, das 3-Gang-Kompakt-Menue.

Ein Menue im Kachelofastübli besticht durch mehrere Genuss-Stufen der hohen Punkte-Küche. Lässt sich ein Menue aus Ihrer Küche auf drei Gänge reduzieren?

Gerd Reber: Einerseits wollen wir unseren Gästen eine Alternative zu den grossen Menues geben, ohne dass sie auf unsere Küche verzichten müssen. Es geht uns darum, den Genuss zu konzentrieren, die Freude an der gehobenen Kulinarik zu halten und nicht wegen Vorbehalten der Quantität gegenüber auf die Qualität verzichten zu müssen. Andererseits versuchen wir den Zeitgeist zu treffen: 99 Leben gleichzeitig zu führen ist so ein Trend. Dazu passt ein abendfüllendes Genussprogramm nicht für jeden Gast. Der Wunsch, am Abend davor oder nach dem Essen noch etwas zu erleben ist bei den «Multitaskern» durchaus vorhanden.

Ihre Gangabfolgen richten sich nach einem Konzept. Bricht dieses Konzept durch die geringere Anzahl an Gängen nicht auseinander?

Gerd Reber: Nein, keineswegs. Anstatt zwei, drei Geschmackskompositionen miteinander zu verschmelzen, bilden wir Schwerpunktthemen. Diese lassen sich perfekt in ein 3-Gang- Menue einbinden. Zudem bieten wir ja neben dem Couvert wie hausgebackene Brotspezialitäten, Aufstriche, Häppchen vorweg und Aprés Dessert noch einiges an Mehrwert.

Sind Sie durch Ihr Angebot den anderen gehobenen Küchen wieder einen Schritt voraus?

Gerd Reber: Voraus klingt doch eher abgehoben. Ich denke, dass sich das kulinarische Angebot in Arosa von der Skihütte bis zum 5* Hotel top präsentiert. Es zeigt sich aber, speziell in der Hotellerie, dass der Gast mehr Freiheit in der Auswahl haben will. Man kann mehr und mehr von einem Konfetti-Verhalten sprechen: An einem Abend soll es die Halbpensionsküche sein, am anderen das Punkte-Festmenue und dann wieder die urchige Stivetta-Käseküche. Zu jedem Trend gibt es einen Gegentrend. Darüber hinaus wollen wir dem Gast eine schlankere Alternative mit derselben bekannten Präzision bieten. Dabei beinhalten auch die neuen Menues viele klassische Grundformen, ohne dabei auf neue Abstecher oder auf unsere sehr hohe Service-Qualität verzichten zu müssen.

An wen richtet sich Ihr neues Angebot?

Gerd Reber: An Hotelgäste, Restaurantbesucher, Kurzentschlossene, Ferienwohnungsbesitzer, Ein- und Zweitheimische. Wichtiger erscheint mir diese Einteilung als Bedarfsgruppe: der Gast kommt im Tagesverlauf aber auch bei seinem Ferienaufenthalt mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu uns. Mal sind es «kleine Genüsse – d.h. er möchte sich mit erschwinglichem Luxus selbst verwöhnen, und ein weiteres Mal ist er im Kachelofastübli oder in den öffentlichen Restaurants der «Gastgebergast», der sich gemeinsam mit Freunden oder Gleichgesinnten trifft. Als Gastgeber stehen unsere Türen allen Geniessern und Gästen offen.

Weshalb starten Sie mit dem Angebot diese Tage?

Gerd Reber: Die Idee wurde von Stammgästen an uns getragen, und wir versuchen der Marktorientierung mit einem entsprechenden Angebot zu begegnen. Unter der Prämisse «ersetzen statt weglassen» möchten wir dem bewussten Esser ein zeitgemässes, frisches und gesundes Essen – auch in der vermeintlichen Fastenzeit, anbieten. Dass wir mit dem Angebot nach den Festtagen starten, ist selbstredend nicht ganz ohne Absicht.